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Studio 47 zu Gast in der Wohnstätte 2

Am 11. April empfing die Wohnstätte 2 auf der Wanheimer Str. 155 das Kamerateam von STUDIO 47. Im Vordergrund des Besuchs stand die drängende Problematik des Fachkräftemangels, die sich insbesondere in der Sozialbranche zunehmend verschärft.

Das Team widmete sich eingehend der Frage, wie dieser Mangel sich auf den Alltag in unseren Wohnstätten auswirkt. Ein zentraler Punkt ist der wachsende Bedarf an Fachkräften, der jedoch nicht ausreichend gedeckt werden kann. Dies führt dazu, dass nicht nur wir Leiharbeitsfirmen zurückgreifen müssen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Diese Entwicklung stellt uns vor enorme Herausforderungen, da die Betreuung und Unterstützung unter den wechselnden Mitarbeiter*innen leidet.

Im Mittelpunkt des Beitrags stand das Interview mit Sandra Schmitz, einer langjährigen Bewohnerin von den LebensRäumen und Vorsitzende des Bewohner-Beirats. Sie gewährte Einblicke in die Herausforderungen des Fachkräftemangels aus der Perspektive einer direkt Betroffenen. Für die Bewohner*innen ist dies besonders belastend, da die Mitarbeitenden nicht nur Betreuer*innen, sondern auch Vertrauenspersonen und sogar eine Art zweite Familie sind. Der Wechsel des Personals erschwert daher den Aufbau stabiler Beziehungen und Vertrauensverhältnisse.

Auch Thomas Nohlen, ein langjähriger Mitarbeiter, kam zu Wort. Seit 25 Jahren engagiert er sich bei den LebensRäumen. Für ihn war und ist es stets von größter Bedeutung, durch seine Arbeit den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Auch für die Mitarbeitenden ist der Fachkräftemangel eine spürbare Herausforderung. Eine feste Tagesstruktur ist für die Bewohner*innen von entscheidender Bedeutung. “Langeweile im Leben ist das Schlimmste. Daher sind unsere abwechslungsreichen Tagesangebote für unsere Bewohnerinnen und Bewohner von großer Bedeutung.” Sei es eine Sportgruppe oder das regelmäßige Musizieren in einer Musikgruppe jeden Freitag – all diese Angebote bieten nicht nur Ablenkung, sondern auch Halt und Struktur im Alltag.

Zusätzlich zum Fachkräftemangel stellt die Leiharbeit ein weiteres Problem dar: “Alles, was zeitgebunden ist, gestaltet sich schwierig. Zum Beispiel können Arzttermine nicht angemessen begleitet werden, da das Personal die Biografien und Vorgeschichten der Klient*innen nicht kennt. Da kommt man schon ins Schwimmen.”

Thomas Nohlen wünscht sich, dass mehr junge Menschen den Weg in soziale Berufe finden und somit langfristig als Kollegen zur Verfügung stehen.

Hier geht es zum Beitrag von Studio 47: https://www.youtube.com/watch?v=B3OizG8Lg1E

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